Gründungsportrait – Jule Henschel: „Oh! wie Osten“
Jule Henschel ist die Gründerin des interaktiven Gesellschaftsspiels „Oh! wie Osten“ – einem Spiel, das Menschen durch spielerische Fragen und Geschichten ins Gespräch bringt und dabei Vorurteile, Stereotype und festgefahrene Perspektiven über Ostdeutschland hinterfragt.
Mit ihrem Projekt möchte Jule Begegnungsräume schaffen, in denen Menschen verschiedener Generationen, Herkunft und Lebenswelten gemeinsam spielen, erzählen und reflektieren können. „Oh! wie Osten“ funktioniert dabei als ein dialogisches Medium: Es eröffnet Gespräche über Erfahrungen, Erinnerungskulturen und Alltagswirklichkeiten jenseits von Klischees.
Das Spiel wurde von Jule selbst entwickelt und bereits in verschiedenen Formaten vorgestellt – etwa bei öffentlichen Spiel-Labors und Thementagen, bei denen es als Gesprächsimpuls über ostdeutsche Identitäten und gesellschaftliche Vielfalt dient.
Jules Weg zur Gründerin ist eng mit ihrer persönlichen Auseinandersetzung mit Geschichte und Identität verbunden: Indem sie das Thema „Ost- und West-Erfahrungen“ auf eine kreative, inklusive Weise zugänglich macht, verbindet sie Design, gesellschaftliches Engagement und partizipative Formate. Die Spielidee wurde mehrfach gewürdigt und gewann unter anderem einen Platz beim Engagement-Wettbewerb machen!2025.
Ende 2025 meldete Jule ihr Einzelunternehmen im Rahmen einer freiberuflichen Selbstständigkeit an und setzte damit den Schritt in die professionelle Umsetzung ihres Projekts. Mit „Oh! wie Osten“ bzw. @ohwieosten auf Instagram erweitert sie nun kontinuierlich die Reichweite ihres Spiel-Dialogs.
Jule ist ein Beispiel dafür, wie aus einer kreativen Idee ein wirkungsorientiertes Gründungsprojekt entstehen kann, das gesellschaftliche Themen spielerisch adressiert und Begegnungen fördert – ein Ansatz, der sowohl kulturelle Reflexion als auch gemeinschaftliches Lernen in den Mittelpunkt stellt.

