In Podiumsdiskussionen zu den Themen industrieller Wandel, strategische staatliche Intervention, Infrastruktur, globale Produktionsnetzwerke und Ressourcenpolitik setzten sich die Teilnehmenden mit einer Vielzahl empirischer Fallbeispiele und konzeptioneller Ansätze auseinander. Die Beiträge deckten nahezu alle Regionen der Welt ab und verdeutlichten, wie sich geoökonomische Dynamiken in unterschiedlichen politischen und wirtschaftlichen Kontexten entfalten.
Ein prägendes Merkmal des Workshops war seine außergewöhnlich offene und konstruktive Diskussionskultur. Interdisziplinarität war nicht nur vorhanden, sondern wurde aktiv gelebt: Perspektiven der politischen Ökonomie, Soziologie, Geografie und Technologie wurden mit vielfältigen methodischen Ansätzen kombiniert. Diese Vielfalt unterstrich eine zentrale Erkenntnis: Das Verständnis der Geoökonomie und der sich wandelnden Beziehungen zwischen Staat und Wirtschaft erfordert ein grundlegend globales und interdisziplinäres Denken.
Der Workshop verdeutlichte zudem, wie wichtig die Perspektiven von Nachwuchswissenschaftlern für die Weiterentwicklung des Fachgebiets, die Förderung innovativer Ideen und einen nachhaltigen akademischen Austausch sind. Wir hatten die Gelegenheit, den Workshop in die Auftaktveranstaltung unseres Doktorandenprogramms „De-Globalisation and Global Decoupling (DeGlobE)“ einzubinden. Gemeinsam mit dem „Erfurter Forschungszentrum für Geoökonomie“ (EFGeo) unterstrich der Workshop die wachsende Bedeutung Erfurts als Drehscheibe für Spitzenforschung.

