Zehn Höfe haben die Studierenden besucht und hinsichtlich ihrer Klima-Resilienz unter die Lupe genommen. Dabei zeigte sich:
- Anpassungsfähigkeit der Landwirtschaft an den Klimawandel: Die Landwirt*innen der Region haben bereits bemerkenswerte Anpassungsstrategien an den Klimawandel entwickelt. Sie treffen kontinuierlich Entscheidungen zur Anpassung der Anbaumethoden, wie bspw. Saatzeiten, Bodenbehandlung und der Umsetzung von technischen Lösungen wie Bewässerungsanlagen.
- Wirtschaftliche Resilienz und politisch-bürokratische Hemmnisse: Die Landwirt*innen stehen von erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen. Marktstrukturen und steigende Betriebskosten belasten die finanzielle Resilienz. Strategien wie Direktvermarktung und erneuerbare Energien sind nicht nur optionale, sondern oft essenzielle Maßnahmen zur Einkommensstabilisierung. Den Bemühungen der Landwirt*innen stehen dabei politisch-bürokratische Hemmnisse entgegen, die ihre Anpassungsfähigkeiten erschweren.
- Psychologische Resilienz und soziale Bedeutung: Trotz niedriger Einkommen, langer Arbeitstage und dem Gefühl häufig missverstanden zu werden, sind die Landwirt*innen stolz auf ihre Arbeit und betonten den Mangel an Anerkennung und Wertschätzung für lokale Produkte. Als Ernährer*innen des Landes schreiben sie sich eine entscheidende Rolle in der Gesellschaft zu, vor allem in herausfordernden Zeiten aufgrund des Klimawandels, des demographischen Wandels und der globalen Unsicherheiten.
Am Ende waren sich die Studierenden einig: „Der Dialog ist essenziell, um die Kluft zwischen städtischen und ländlichen Lebensräumen zu verringern und ein besseres Verständnis zu fördern, insbesondere in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen und Informationsverzerrungen.“ Darüber hinaus machte das Seminar noch einmal deutlich, dass Lösungen in der Praxis durch direkten Kontakt und Dialog entstehen.

