An der Universität Erfurt wird das Forschungsinformationssystem(FIS) „HIS-RES“ eingeführt, das über die Seite des Erfurter HISinOne erreichbar ist. Forschungsinformationssysteme dienen der Erfassung, Verarbeitung und Verwaltung von Forschungsinformationen. Anders als Forschungsdaten, beziehen sich Forschungsinformationen auf personelle und finanzielle Daten von wissenschaftlichen Einrichtungen (z. Bsp.: Angaben zu Forschungsprojekten und Drittmitteln) sowie Daten zur wissenschaftlichen, wirtschaftlichen oder sonstigen Aufbereitung von Forschungsergebnissen (z. Bsp.: über Patente oder Publikationen für verschiedene Zielgruppen). Weitere Informationen zu Forschungsinformationen finden Sie auf den Seiten der KFiD
Das FIS wird an der Universität Erfurt vor allem zur Unterstützung bei der Beantragung und Verwaltung von Drittmittelprojekten eingesetzt.
Folgen Sie diesem Link zum FIS der Universität Erfurt!
Standards guter wissenschaftlicher Praxis, ethisches Verhalten in der Forschung, eine gründliche Forschungsfolgenabschätzung, Transparenz in der Drittmitteleinwerbung und die öffentliche Bereitstellung von Forschungsergebnissen sind die Voraussetzung dafür, Fragen nach der Verantwortung und Verantwortbarkeit von Forschung und ihren möglichen Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft zu beantworten. Forschungsinformationssysteme unterstützen dabei, Forschungsaktivitäten transparenter zu machen.
Ein FIS ist ein Software- bzw. Datenbanksystem, das dazu dient, die Forschungserfolge der Universität Erfurt für die Universitätsinterne und –externe Öffentlichkeit besser und vereinfachter abzubilden. Gemäß der 2017 von der Thüringer Landesrektorenkonferenz verabschiedeten Leitlinien zur Transparenz in der Forschung und Wissenschaft wird zudem der digitale Zugang zu den Basisdaten von Forschungsprojekten vereinfacht. Basisdaten sind neben Projekttiteln und -beschreibungen z. Bsp. Publikationen, Finanzierungsquellen, Projektmitglieder und Kooperationen. Das FIS erhöht einerseits die Transparenz von Forschungsaktivitäten der Universität Erfurt und erleichtert andererseits den Informationsaustausch zwischen Forschenden, Verwaltung und Öffentlichkeit. Darüber hinaus können Forschungsressourcen und -aktivitäten besser organisiert und verwaltet werden, was die strategische Planung von Forschung und Forschungsförderung vereinfacht.
Gemäß § 65, Abs. 3 ThürHG ist die Universität Erfurt berechtigt, ein Forschungsinformationssystem aufzubauen und zu betreiben. Rechtliche Grundlage für die Verwertung von dabei anfallenden Personenbezogen Daten ist §15 der Thüringer Verordnung zur Neuregelung der Datenverarbeitung an den Hochschulen
Weitere Dokumente:
Drittmittelrichtlinie
Thüringer Strategie zur Digitalisierung im Hochschulbereich
Der vom Wissenschaftsrat empfohlene Kerndatensatz Forschung (KDSF) ist ein standardisierter Katalog von Informationen über die Forschungsaktivitäten an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Er umfasst Metadaten zu
Sein Zweck ist es, die Transparenz, Vergleichbarkeit und Qualität in der deutschen Forschungslandschaft zu verbessern und besser darzustellen. Für Forschende bietet der KDSF die Möglichkeit, ihre Forschungsaktivitäten leichter zu verwalten, vergleichbarer zu machen und ihre Projekte besser zu präsentieren. Die Universitätsverwaltung profitiert von einer vereinfachten Forschungsdatenerfassung und -verwaltung, die insbesondere die Berichterstattung und die Planung der Forschungsinfrastruktur entlastet. Durch die einheitliche Datenstruktur erleichtert der Kerndatensatz Forschungsorganisationen außerdem den Austausch von Informationen und Kooperationen zwischen verschiedenen Einrichtungen. Das FIS HISinOne-RES kann den KDSF vollumfänglich abbilden.
Langfristig wird das Ziel verfolgt, ein landesweites Forschungs- und Innovationsportal einzurichten, das volldigitalisiert Auskunft über die Forschung an den Thüringer Hochschulen gibt und damit die regionale und überregionale Vernetzung von Thüringer Forschenden sowie den Wissenstransfer befördert. Die Projektgruppe FIS Thüringer Hochschulen kann als wichtiger Baustein zur Erreichung dieses Ziel angesehen werden.
In der Projektgruppe kooperieren inzwischen acht Hochschulen, koordiniert durch die Bauhaus-Universität Weimar, die gleichermaßen das FIS HISinOne-RES einführen. Durch die Projektgruppe können die Synergieeffekte voll ausgeschöpft werden, die bei einer parallelen Einführung des selben Systems entstehen, auch wenn dieses auf die jeweiligen Bedürfnisse der einzelnen Hochschulen angepasst wird.