Staatswissenschaftliche Fakultät

KNOWPRO: Wissensproduktion in der deutschen Friedens- und Sicherheitspolitik

Das Projekt untersucht anhand der Fallstudien Afghanistan und Somalia die friedens- bzw. sicherheitspolitische
Wissensproduktion in Deutschland und Ostafrika zu Beteiligungen an Interventionen in innerstaatliche Kriege mit militärischen
oder finanziellen Mitteln.

Laufzeit
04/2022 - 03/2026

Finanzierung
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) :
1 500 000 Euro

Laufzeit
04/2026 - 03/2028

Finanzierung
650 000 Euro

Projektleitung

Prof. Dr. Sophia Hoffmann
Inhaberin der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung (Staatswissenschaftliche Fakultät)
Co-Projektleitung des Forschungsprojekts KNOWPRO zu Wissensproduktion in der deutschen und europäischen Friedens- und Sicherheitspolitik (Staatswissenschaftliche Fakultät)

Team

Dr. Amelie Harbisch

Alicia Strobach

2. Projektphase

Das Projekt vertieft Erkenntnisse zur Wissensproduktion über  friedenspolitische Auslandsinterventionen in Deutschland und erweitert  sie um eine europäische und internationale Ebene. Untersucht wird anhand  der Fallstudien Afghanistan und Somalia, ob es (1) eine Europäisierung  der friedens- und sicherheitspolitischen Wissensproduktion gibt und (2)  ob während Interventionen Lernkurven aufseiten der Intervent*innen  stattfinden.

Hierzu wird eine vergleichende Analyse der  Wissensproduktion in Deutschland, Frankreich und der EU-Ebene  durchgeführt sowie der Prozess des gegenseitigen Lernens in Somalia und  Uganda rekonstruiert. Basierend auf den Forschungsergebnissen werden  Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Politikberatung und  Regierungsinstitutionen entwickelt.

Das Projekt wird im Zeitraum von April 2026 bis März 2028 gefördert und  verfügt über eine Fördersumme von rund 650.000 Euro. Es wird in  Zusammenarbeit mit Klaus Schlichte und Jude Kagoro von der Universität  Bremen umgesetzt.

1. Projektphase

Das Projekt untersucht anhand der Fallstudien Afghanistan und Somalia die friedens- bzw. sicherheitspolitische Wissensproduktion in Deutschland und Ostafrika zu Beteiligungen an Interventionen in innerstaatliche Kriege mit militärischen oder finanziellen Mitteln. Die Rolle des interventions-relevanten Wissens in der deutschen Außenpolitik wurde bisher nicht erforscht.

Ziel des Forschungsteams ist es, die Faktoren zu ermitteln, die eine friedens- bzw. sicherheitspolitische Wissensproduktion beeinflussen. Außerdem soll im Projekt herausgefunden werden, in welcher Form sich Wissen aus der Friedens- und Konfliktforschung in institutionellem sicherheitspolitischen Wissen niederschlägt, wie wissenschaftliche und politische Wissensproduktion zusammenhängen und besser zusammengeführt werden können. Aus den Ergebnissen sollen im Anschluss Handlungsempfehlungen für Wissenschaft, Politikberatung und Regierungsinstitutionen erarbeitet werden.

Das Projekt ist ein Verbundprojekt mit den Universitäten Kiel (Prof. Dr. Dirk Nabers und Dr. Frank Stengel, Politische Soziologie) und Bremen (Prof. Dr. Klaus Schlichte und Dr. Jude Kagoro, Internationale Beziehungen).

Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung.

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