Wissenschaftskommunikation

Frau denkt über Wissenschaft nach

Was ist Wissenschaftskommunikation?

Wissenschaftskommunikation umfasst alle Aspekte der Kommunikation wissenschaftlicher Arbeit. Sie findet sowohl innerhalb der Wissenschaft statt als auch zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit. Viele politische Entscheidungen werden heute auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen. Wissenschaftskommunikation klärt auf, ordnet ein und berät über verschiedene Kanäle. Wenn sie möglichst viele Menschen erreichen soll, muss sie verständlich sein.

Warum Wissenschaftskommunikation?

In der Wissenschaftskommunikation begegnen sich Gesellschaft und Wissenschaft im Dialog über aktuelle Forschungsfragen. Eine wirksame Wissenschaftskommunikation trägt dazu bei, Interesse an Forschungsthemen zu wecken und wissenschaftliche Erkenntnisse in die Gesellschaft zu tragen.

Es ist wichtig, dass sich Wissenschaftler*innen selbst aktiv in der öffentlichen Kommunikation engagieren. Insbesondere digitale Formate spielen dabei eine Rolle und sind zugleich eine Schlüsselkompetenz für die Wissenschaftler*innen. Indem sie ihre Forschung verständlich und nahbar vertreten, können sie einen Beitrag zu einer widerstandsfähigen Demokratie leisten und Wissenschaftsskepsis abbauen. Gleichzeitig erhalten sie wertvolle Impulse von außen, die neue Perspektiven eröffnen und die eigene Forschung bereichern können.

Vier gute Gründe für Wissenschaftskommunikation liefert auch Christian Spannagel in seinem Youtube-Video.

Link zum Video

Wie gelingt gute Wissenschaftskommunikation?

Die Wissenschaftskommunikation einer Universität folgt in der Regel einer systematischen und strategischen Ansprache. Forschende hingegen können durch ihre persönliche Kommunikation gezielt Themen vertiefen, den direkten Austausch mit der Öffentlichkeit suchen und authentische Einblicke in ihre Arbeit geben.

Erfolgreiche Wissenschaftskommunikation zeichnet aus, dass sie beide Ansätze miteinander verbindet und so dazu beiträgt, wissenschaftliche Themen sichtbarer und verständlicher zu machen: Während die Universität Reichweite, Sichtbarkeit und Konsistenz sicherstellt, ermöglichen Forschende authentische Einblicke und den direkten Dialog mit der Öffentlichkeit.

Tipps für Einsteiger*innen bieten beispielsweise die Plattform Wissenschaftskommunikation und #Wisskomm mit Jana, eine Videoreihe mit praktischen Umsetzungstipps.

Die Universität bietet verschiedene Formate an, um Sie bei der Wissenschaftskommunikation zu unterstützen:

Angebote der Hochschulkommunikation

Auch die Hochschulkommunikation unterstützt Sie dabei, als Forscher*in sichtbar zu werden, z.B.:

  • Wir berichten in Pressemitteilungen und News über Forschungsergebnisse, neue Kolleg*innen, Drittmittelerfolge oder größere Veranstaltungen.
  • Wir veröffentlichen Beiträge zu Forschungsthemen und aktuellen Fragen der Gegenwart in unserem Forschungsblog „WortMelder”.
  • Wir veröffentlichen Beiträge zu Forschungsthemen und aktuellen Fragen der Gegenwart in unserem „WortMelder“-Podcast.
  • Wir stellen neue Publikationen/Monografien vor.
  • Wir veröffentlichen Steckbriefe von den Forschungs- bzw. Drittmittelprojekten an der Universität Erfurt.
  • Wir nehmen Sie als Wissenschaftler*in in unseren Expertenpool auf und vermitteln Sie für Interviews und bei Expertenanfragen.
  • Wir machen Themenangebote (Essays) an die Medien.
  • Wir veröffentlichen Ihr Forschungsvideo auf unserem Youtube-Kanal.
  • Wir freuen uns, wenn Sie Ihre Forschung bei unserer „Langen Nacht der Wissenschaften“ präsentieren!
  • Wir flankieren all dies über die zentralen Social-Media-Kanäle der Universität Erfurt.

Sprechen Sie uns einfach an, wir beraten Sie gern!

Kontakt zur Hochschulkommunikation

Briefings zur Wissenschaftskommunikation

Die Hochschulkommunikation veröffentlicht in loser Folge kurze Briefings, die Sie als Wissenschaftler*in beim Transfer ihrer Forschungsarbeit unterstützen sollen. Erschienen sind bislang:

Akademisches Qualifizierungsprogramm

Das Programm zur akademischen Qualifizierung der Universität Erfurt richtet sich an alle Wissenschaftler*innen, also an Mitarbeiter*innen, Hochschullehrende und Stipendiat*innen bzw. an Promotionsinteressierte, Doktorand*innen, Postdoktorand*innen und Professor*innen. Neben Angeboten zum Erwerb und zur Weiterentwicklung fächerübergreifender Schlüsselkompetenzen, einem Mentoringprogramm für Doktorand*innen, Postdoktorand*innen und Tenure- und Career-Track-Professor*innen sowie Angeboten zur Karriereplanung und -entwicklung gibt es auch Lunchtalks zu Themen der Wissenschaftskommunikation, Veranstaltungen zum wissenschaftlichen Publizieren, zu kreativen Vermittlungsformaten, Workshops zum Auftreten vor Mikrofon und Kamera uvm.

Nähere Informationen dazu finden Sie auf unserer Website „Akademisches Qualifizierungsprogramm“.

Best-Practice-Foren

´Die Universität Erfurt veranstaltet Best-Practice-Foren, in denen sich Wissenschaftler*innen aller Karrierestufen austauschen und voneinander profitieren können. Die Termine finden Sie jeweils in unserem Veranstaltungskalender. Außerdem informiert der Newsletter des Präsidiums regelmäßig über solche Angebote.

Das nächste Best-Practice-Forum steht unter dem Titel „Beratung, Behandlung, Wissenstransfer – Wie Wissenschaft gesellschaftlich wirksam wird“ und findet am 21. April im Forschungsbau „Weltbeziehungen“ statt. >> weitere Informationen

Unterstützung bei Anfeindungen und Angriffen auf Wissenschaftler*innen

Wer öffentlich über Wissenschaft und Forschung spricht, läuft Gefahr, Anfeindungen und Angriffe zu erleben oder Hasskommentare zu erhalten – besonders bei politisierten Themen. Die gute Nachricht ist: Für betroffene Personen gibt es Unterstützung. Neben Organisationen, die sich allgemein gegen Hate Speech engagieren, gibt es mittlerweile auch Angebote, die sich konkret auf die Unterstützung von Wissenschaftler*innen spezialisiert haben – zum Beispiel der SciComm Support. Er ist eine nationale Anlaufstelle bei Angriffen und unsachlichen Konflikten in der Wissenschaftskommunikation und eine gemeinsame Einrichtung von Bundesverband Hochschulkommunikation und Wissenschaft im Dialog. Der SciComm Support steht Wissenschaftler*innen täglich von 7 bis 22 Uhr unter der Telefonnummer 0157 923 448 04 kostenlos für eine persönliche Beratung zur Verfügung. Darüber hinaus bietet er auch einen Leitfaden, der einen Überblick über Handlungsmöglichkeiten und Strategien im Umgang mit (digitaler) Gewalt und Hassrede bietet und Antworten auf die wichtigsten Fragen liefert.

Weitere Anlaufstellen und Beratungsangebote in Fällen von Gewalt und/oder Diskriminierung haben wir Ihnen auf unserer Website www.uni-erfurt.de/universitaet/beratung-service/notfaelle-und-beschwerden/hilfe-bei-diskriminierung-belaestigung-und-gewalt zusammengestellt.

Übrigens:

Auch wissenschaftliches Publizieren heißt sichtbar werden! Bitte beachten Sie dazu unsere Affiliationsrichtlinie für forschungsbezogene Veröffentlichungen.

Link zur Affiliationsrichtlinie der Universität Erfurt

Tipps, Tools und Vorlagen

„Wissen kommunizieren“ – ein Leitfaden der Jungen Akademie“

Wie wichtig eine fundierte Wissenschaftskommunikation ist, haben nicht nur Krisensituationen wie die Covid-19-Pandemie gezeigt. Auch für die gesellschaftlichen Diskussionen über effiziente Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels oder Fragen der sozialen Gerechtigkeit ist fundiertes, aktuelles Wissen aus verschiedenen Disziplinen der Wissenschaft notwendig. Damit die Kommunikation zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Medien so gut wie möglich gelingt, hat die Projektgruppe „Wissen kommunizieren“ der Jungen Akademie nach Gesprächen mit zahlreichen Expert*innen fünf Leitpunkte für Wissenschaftskommunikation erarbeitet. Die Leitpunkte plädieren für eine klare Trennung von Faktengrundlage, Wissensstand und Wertung, machen sich für eine realistische Einordnung von Extremwerten in der Debatte stark und wollen Kommunizierende ermutigen, der Öffentlichkeit mehr Komplexität zuzutrauen. So kann der öffentliche Diskurs sachlicher werden.

Der Leitfaden der Jungen Akademie ist unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY-ND 4.0 als Download verfügbar.

Kurzvideos für die zeitgemäße Wissenschaftskommunikation

Ein effektives Mittel, um wissenschaftliche Inhalte zugänglich zu machen und Fehlinformationen entgegenzuwirken, besonders für eine jüngere Generation sind kurze Videoclips, die Wissenschaftler*innen beispielsweise auf ihren Social-Media-Kanälen oder Webseiten präsentieren können, um ihre Forschungsergebnisse und wissenschaftliche Expertise vorzustellen. Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) hat dafür einen Leitfaden zur Erstellung von Kurzvideos auf Plattformen wie TikTok und Instagram erstellt, der sich speziell an Forschende richtet, die sich für Wissenschaftskommunikation begeistern und Techniken des Storytellings, der Videobearbeitung und Publikumsinteraktion kennenlernen möchten, um ihre Themen zeitgemäß platzieren zu können.

Hier finden Sie den Leitfaden.

Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts Prof:inSicht hat ein interdisziplinäres Team der Hochschule München die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft analysiert. Auf Basis seiner Forschungsergebnisse hat das Projektteam die interaktive Plattform „sichtbar.sein.selbst.gestalten“ entwickelt. Hier finden Wissenschaftlerinnen forschungsbasierte Informationen, um ihre Sichtbarkeit individuell und authentisch zu gestalten. Ausgehend von den individuellen Zielen und zeitlichen Ressourcen der Wissenschaftlerin werden zahlreiche Handlungsempfehlungen gegeben. Die Best-Practice-Tipps können individuell ausgewählt und in einem übersichtlichen Handout runtergeladen werden. Dieses Angebot hilft Wissenschaftlerinnen, Sichtbarkeit zu verstehen, Bedenken abzubauen und Strategien zur Herstellung von Sichtbarkeit zu entwickeln. Das Angebot wurde im Rahmen des vom BMBF geförderten Metavorhaben „Innovative Frauen im Fokus“ (meta-IFIF) entwickelt, das vom Bundesverband Hochschulkommunikation unterstützt wird.

Vorlagen

Neben unseren Vorlagen für Plakate und Power Point-Präsentationen im Corporate Design der Universität Erfurt (Login-geschützer Bereich der Website), stellen wir Ihnen auch Arbeitshilfen für das wissenschaftliche Präsentieren bereit.