Drittmittelgeförderte Struktur

Sonderforschungsbereiche

Transregio 294 „Strukturwandel des Eigentums“ in Kooperation mit der Universität Jena (DFG)

Der Sonderforschungsbereich möchte eine umfassende gesellschaftstheoretische Perspektive auf Eigentum (zurück-)gewinnen und einen angenommenen Strukturwandel des Eigentums in der Gegenwart untersuchen. Ziel ist es, a) geschichtliche und konzeptionelle Grundlagen der westlichen Eigentumsordnung neu zu erschließen, b) aktuelle Konflikte um Privateigentum empirisch zu untersuchen sowie c) Alternativen zum (privaten) Eigentum zu analysieren.

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Forschungsgruppen

Forschungscampus digitale Lehrer*innenbildung (TMWWDG)

Mit dem Projekt „Forschungscampus digitale Lehrer*innenbildung“ gestaltet die Universität Erfurt den digitalen Wandel in der Bildung mit, denn der Schlüssel für das Gelingen der Digitalisierung im Bildungswesen liegt unter anderem in der umfassenden Ausbildung von Lehrkräften. Im Rahmen des Projekts werden Bildungswissenschaftler*innen, Fachwissenschaftler*innen sowie Fachdidaktiker*innen in die Lage versetzt, komplexe Szenarien für eine lernwirksame Digitalisierung in der schulischen und hochschulischen Bildung gemeinsam mit externen Partner*innen an Hochschulen, Schulen und Lehrerbildungseinrichtungen zu entwickeln. Dies erfolgt auf der Basis einer grundlagen- und anwendungsorientierten Forschung, deren Ergebnisse in allen lehrerbildenden Phasen implementiert werden sollen.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Petra Kirchhoff

Freiwilligkeit (DFG)

In dem Projekt nehmen die Forscherinnen und Forscher den Begriff Freiwilligkeit aus historischer, soziologischer und philosophischer Perspektive in den Blick. Zentral ist die Frage, wie westliche vormoderne und moderne, aber auch außereuropäische Gesellschaften ihre Mitglieder über das Prinzip von Freiwilligkeit regieren. Das schließt etwa religiös motivierte Freiwilligkeit im mittelalterlichen Martyrium ebenso ein wie freiwilliges "Mitmachen" in Diktaturen. Am Ende soll so Freiwilligkeit als Kernaspekt gouvernementalen Regierens präziser gefasst werden können als bisher.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Jürgen Martschukat

Kino in der DDR – Rezeptionsgeschichte von "unten" (Thüringer Aufbaubank)

Im Mittelpunkt des bürgerwissenschaftlichen Projektes “Kino in der DDR – Rezeptionsgeschichte von ‘unten‘” stehen die Erfahrungen und Geschichten der Kinobesucher in der DDR. Anhand von Zeitzeugenberichten, Beschreibungen und überlieferten Dokumenten soll in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Erfurt eine Alltagsgeschichte des DDR-Kinofilms erarbeitet werden.

Website

Protestantismus in den ethischen Debatten der Bundesrepublik Deutschland (DFG)

Der soziale Protestantismus in der Bundesrepublik Deutschland entwickelte seit den 1960er Jahren ein neues Profil. Gleichzeitig und in Wechselwirkung damit veränderten sich in der bundesdeutschen Gesellschaft Lebenswelten, Werte und Kultur grundlegend. In Auseinandersetzung mit den wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen und angesichts einer zunehmenden Verwissenschaftlichung der einschlägigen Debatten verabschiedete der Protestantismus zentrale Denkdispositionen, die teilweise bis in die Weimarer Zeit zurückreichten, und richtete sich inhaltlich und organisatorisch mehrheitlich neu aus. Die Leitperspektive lotet das Gewicht des sozialen Protestantismus in den Debatten um die Sozialordnung der Bundesrepublik aus und untersucht die Kommunikationskanäle, über die protestantische Stimmen im Prozess der gesellschaftlichen Selbstvergewisserung Einfluss nahmen.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Christiane Kuller

Religion und Urbanität (DFG)

Städte und Religion(en) haben sich wechselseitig tief geprägt. Bisher war die Forschung auf Religion in Städten orientiert - auf die wechselseitigen Veränderungen von religiösen Praktiken und städtischem Raum allenfalls in „global cities“ und in der Gegenwart. Die so entstandene Forschungslücke soll im Rahmen der Kolleg-Forschergruppe gefüllt werden, indem die historische Tiefe der wechselseitigen Formierung untersucht wird.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Susanne Rauund Prof. Dr. Jörg Rüpke

Ehemals geförderte Forschungsgruppen

Klang - Sprache - Schrift (TMWWDG)

Kulturtechniken. Operationalität und Verräumlichung (TMBWK)

Lived Ancient Religion – Questioning "Cults" and "Polis Religion" (ERC)

Ordnung durch Bewegung (TMWWDG)

Religiöse Individualisierung in historischer Perspektive (DFG)

Was ist westlich am Westen (TMWWDG)

Forschungsverbünde

Diktaturerfahrung und Transformation: Biografische Verarbeitungen und gesellschaftliche Representationen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren (BMBF)

Ausgangspunkt des Projektes ist die Annahme, dass nicht allein individuelle und kollektive Erfahrungen während der DDR selbst, sondern ebenso die tiefen biographischen Umbruchserfahrungen der Nachwendezeit die Erinnerung an die DDR prägen. Aus den politischen Debatten der Jahre 1989/90 erwuchs im darauffolgenden Jahrzehnt ein Erinnerungskonflikt, der bis heute nachwirkt. Daraus ergibt sich der zeitliche Zuschnitt des Vorhabens, das die beiden letzten Jahrzehnte der DDR und die beiden nachfolgenden Jahrzehnte der Transformation zusammen in den Blick nimmt und die historische Zäsur von 1989/90 bewusst überschreitet, und die beiden leitenden Forschungsfragen.
1) Aus welchen konkreten Erfahrungen der späten DDR und der Transformationszeit speisen sich gegenwärtige Erinnerungen, wie werden sie artikuliert und tradiert?
2) Wie verhalten sich diese Erinnerungen zu den vielfältigen öffentlichen Repräsentationen der DDR, und wie unterstützen oder verhindern letztere differenzierte Formen historischer Urteilsbildung?

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Christiane Kuller

Attraktion, Repulsion, Indifferenz – eine kulturvergleichende Analyse von Weltbeziehungen (BMBF/TMWWDG)

Der Wissenschaftsrat hat 2016 „grünes Licht“ für den Bau eines neuen Forschungsgebäudes auf dem Campus gegeben. Mit dem Forschungsbau soll die Umsetzung eines langfristig konzipierten Forschungsprogramms zum Thema „Attraktion, Repulsion, Indifferenz – eine kulturvergleichende Analyse von Weltbeziehungen“ ermöglicht werden. Dieses Forschungsprogramm schließt an die interdisziplinäre, historisch-vergleichende kultur- und sozialwissenschaftliche Forschung des Max-Weber-Kollegs an.

Webseite

International Centre of Advanced Studies "Metamorphoses of the Political" (BMBF)

Das Projekt ‚M. S. Merian – R. Tagore International Centre of Advanced Studies‘ (ICAS:MP) in Neu-Delhi wird seit 2015 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert. Im Sommer 2018 wurde das Projekt erfolgreich in die Hauptphase überführt. Thema des Centre sind die Metamorphosen des Politischen im langen 20. Jahrhundert. 

Webseite
Ansprechpartner: Prof. Dr. Martin Fuchs

JITSUVAX (Horizon 2020 - EU)

Jiu-Jitsu mit Fehlinformationen im Zeitalter von COVID: Einsatz von widerlegungsbasiertem Lernen zur Verbesserung der Impfstoffaufnahme und des Wissens bei medizinischem Fachpersonal und in der Öffentlichkeit

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bezeichnet Impfverweigerung – also die Verzögerung oder Verweigerung von Impfungen ohne medizinische Indikation – als ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit der Menschen weltweit. Sie führt das Phänomen vor allem auf Fehlinformationen im Internet zurück. Medizinisches Fachpersonal könne dabei die Impfentscheidungen der Menschen am ehesten beeinflussen, weil es als vertrauenswürdig betrachtet wird. Das Forschungsprojekt "JITSUVAX" nutzt diese Erkenntnisse nun, um toxische Fehlinformationen in einen potenziellen Vorteil zu verwandeln.

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Cornelia Betsch

Karten - Meere. Für eine Geschichte der Globalisierung vom Wasser aus (BMBF)

Der Forschungsverbund geht von der Annahme aus, dass meeresbezogene Karten für den ab Mitte des 19. Jahrhunderts einsetzenden Schub der Verdichtung globaler Verflechtungen in zweifacher Hinsicht eine Voraussetzung bildeten: Einesteils haben Seekarten in ihrer Funktion als Navigationsinstrumente wie auch als Medien der Erforschung und Vermessung die Herausbildungen neuer Verknüpfungen über die Ozeane erst ermöglicht. Anderenteils haben Meereskarten als Medien der Darstellung wie auch Herstellung globaler Zusammenhänge entscheidend zur Herausbildung und Popularisierung der Vorstellung von Globalität im Sinne eines ubiquitär vernetzten Möglichkeitsraums beigetragen.

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Ansprechpartner: Prof. Dr. Iris Schröderund Dr. Felix Schürmann

LINKED - Musikalische Bildung in postdigitalen Gemeinschaften (BMBF)

Das Verbundprojekt MuBiTec adressiert das besondere Bildungspotential, das sich aus der Mediamorphose künstlerisch-musikalischer Praxis im Kontext digitaler Mobiltechnologien ergibt. Die Teilstudie LINKED untersucht musikalische Bildungsprozesse unter den Bedingungen digital vernetzter Mobiltechnologien. Ausgangspunkt bildet die Technologie Ableton Link, mit der sich jegliche Mobiltechnologie in nicht-hierarchische WLAN-Netzwerke einbinden lässt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Verena Weidnerund Prof. Dr. Marc Godau

Qualiteach (BMBF)

Unter den Leitbegriffen Identität, Immersion und Inklusion entwickelt die Universität Erfurt die Bildungsqualität der Lehrerbildung weiter. Dabei werden vier als grundlegende Herausforderungen identifizierte Entwicklungsfelder zielführend und nachhaltig bearbeitet: die Verankerung von Inklusion als Querschnittsaufgabe, die Förderung professioneller Lehrerkompetenzen durch interdisziplinäre Lehr-Lern-Arrangements, die Gestaltung von Lerngelegenheiten im Modus des forschenden Lernens sowie die frühzeitige, professionsbezogene Beratung und Begleitung der Studierenden.

Ansprechpartnerin: Dr. Sigrid Heinecke

Research Centre Dynamik ritueller Praktiken im Judentum in pluralistischen Kontexten von der Antike bis zur Gegenwart (BMBF)

Das Research Centre soll der in Deutschland im 19. Jahrhundert entstandenen, aber durch die nationalsozialistische Judenvertreibung und -vernichtung weitgehend abgebrochenen Erforschung jüdischer religiöser Praktiken und  daran anknüpfender Diskurse einen Ort bieten, der zentrale Fragen der jüngsten Forschung in einen interdisziplinären Forschungskontext einbettet. Hier sollen neue Impulse für eine vergleichende wie verflechtungsgeschichtliche Herangehensweise gegeben werden, indem konsequent nach religiös, intellektuell und kulturell pluralistischen  Kontexten und Wechselwirkungen gefragt wird. 

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Ansprechpartner: Prof. Dr. Benedikt Kranemann

Graduiertenkollegs

Resonant Self-World Relations in Ancient and Modern Socio-Religious Practices (DFG/FWF)

Das Internationale Graduiertenkolleg „Resonant Self–World Relations in Ancient and Modern Socio-Religious Practices“ ist eine Kooperation des Max-Weber-Kollegsan der Universität Erfurt mit der Karl-Franzens-Universitätin Graz.
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Ansprechpartnerin: Dr. Elisabeth Begemann

MWK-FELLOWS COFUND International Fellowship Programme (EU)

Das MWK-FELLOWS COFUND ist ein internationales Stipendienprogramm für erfahrene Forscher*innen, die interdisziplinäre Forschung in Kultur- und Sozialwissenschaften betreiben. Das Programm wird von der Europäischen Union kofinanziert.

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Ansprechpartnerin: PD Dr. Bettina Hollstein

Forschungskooperationen/Netzwerke

Forum for the Study of the Global Condition